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Auf der Seite finden Sie eine Auflistung der Personen, die ihre viertägige Ausbildung zur Radon-Fachperson entweder bei uns, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt  (LfU) oder einen als gleichwertig anerkannten Kurs in Sachsen oder in der Schweiz erfolgreich absolviert haben.

Qualifikation zur Radonfachperson(VDB)

(in Anlehnung an die Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung in der Schweiz)

Nachstehend erläutern wir Ihnen den Weg zur Radonfachperson (VDB). Mit Ihren Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Dr. Thomas Haumann, 0201 - 615 98 62 oder info@radonanalytik.de.

Konzept und Zielsetzung

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, welches sich als Innenraumschadstoff in Wohnungen und Häusern in der Raumluft anreichern kann. Das Gesundheitsrisiko wird durch die einwirkende Strahlung von Radon und seinen Zerfallsprodukten deutlich erhöht, insbesondere für Lungenkrebs. Radon ist für den Menschen nicht direkt wahrnehmbar und deshalb für die Raumnutzer nicht einzuschätzen. Eine EU‐Richtlinie (EU-BSS 2013) und das ab 2019 gültige Strahlenschutzgesetz fordern erstmals Regelungen für die Begrenzung der Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen, wodurch dem baulichen Radonschutz im Bestand und beim Neubau deutlich größere Bedeutung zukommt.

Der Berufsverband Deutscher Baubiologen (VDB e.V.) bietet ab 2019 eine Qualifikation mit Fachkundenachweis zur Radonfachperson in Anlehnung an die seit 2017 gültige Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung in der Schweiz an.

Eine Radonfachperson soll als kompetenter Ansprechpartner zu den Themen Radon, Radonmessungen und Radonsanierung in bestehenden Gebäuden sowie zum radonsicheren Bauen zur Verfügung stehen. Der Bedarf an kompetenten Beratungsstellen zum Thema Radon, Radonmessungen und Radonsanierungen wird sich jedoch in naher Zukunft durch die Umsetzung des neuen Strahlenschutzgesetzes und der zugehörigen Strahlenschutzverordnung steigern.

Nach der erfolgreichen Qualifikation mit Bestehen der Prüfung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat welches ihn als „Radonfachperson VDB“ ausweist. Auf den Internetseiten des VDB kann sich jeder Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung und regelmäßiger Fortbildung in eine Liste der „Radonfachpersonen“ eintragen lassen. Eine behördliche Anerkennung wird angestrebt.

Aufbau der Module I bis III

Die Qualifikation zur Radonfachperson VDB ist als modulares Konzept aufbauend auf der schon seit einigen Jahren durchgeführten Schulung RadonIntensiv (VDB) und dem Radon-Praxisseminar (VB) konzipiert. Eine zusätzliche Prüfung stellt durch die erforderlichen Zugangsvoraussetzungen und nach erfolgreicher Teilnahme den Fachkundenachweis und die Qualifikation sicher.

Zulassungsvoraussetzungen

Das erste Modul RadonIntensiv (VDB) enthält einen zweitägigen Theorieblock mit 15 Unterrichtseinheiten a 45 Min. und folgenden Themenschwerpunkten:

  • Grundlagen zu Radon und Strahlenschutz (Strahlenphysik)
  • Gesundheitliche Auswirkungen von Radon und Bewertung (Strahlenbiologie)
  • Rechtliche Aspekte, Richt- und Grenzwerte (Strahlenschutzgesetz und -verordnung)
  • Radonmesstechnik und Untersuchungsstrategien
  • Radonprävention bei Neubauten, Radonsanierung im Bestand

Das zweite Modul Radon-Praxisseminar (VB) enthält einen zweitägigen Praxisblock mit 19 Unterrichtseinheiten a 45 Min. und folgenden Themenschwerpunkten mit Durchführungen von Messungen in Kleingruppen:

  • Praxis der Radon-Bodengasmessungen
  • Praxis der Radon-Raumluftmessungen
  • Praxis der Baustoff-Exhalationsmessungen von Radon und Thoron
  • Praxis der Radonmessungen und  Methoden zur Quellensuche (Radon-Sniffing)
  • Praxis der Radon-Sanierung mit Fallbeispielen

Alternativ zu dem Radon-Praxisseminar (VB) werden bei ausreichender Praxiserfahrung und dem Nachweis einer mindestens 3jährigen Berufserfahrung auf dem Gebiet Radonmessungen und Sanierungen und entsprechenden Nachweisen (Fortbildungen, Gutachten) die Inhalte aus Modul 2 anerkannt.

Das dritte Modul Prüfung erfolgt an einem Prüfungstag. Ablauf Prüfungstag:

  • Theoretische schriftliche Prüfung
  • Vortrag mit Praxisbeispiel inkl. Fachgespräch (mündliche Prüfung), Hinweis: Das Praxisbeispiel muss 4 Wochen vor dem Prüfungstermin eingereicht werden (Formblatt) und sollte mind. eine Radonmessung beinhalten

Das Prüfgremium

  • Dr. rer. nat. Thomas Haumann, Diplom-Chemiker (VDB e.V.)
  • Dr. Joachim Kemski, von der IHK Bonn/Rhein-Sieg öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger zu Radon

Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung

  • Bachelor- oder Masterabschluss (bzw. Diplom) im Bauwesen bzw. im naturwissenschaftlichen oder  technischen Bereich an einer Fachhochschule oder Universität
    oder
    Abschluss einer beruflichen Grundausbildung im Bereich Baubiologie, Bauwesen bzw. im technischen Bereich
  • Teilnahmebescheinigung für Modul 1 RadonIntensiv (VDB), nicht älter als aus dem Jahr 2017
  • Teilnahmebescheinigung für Modul 2 Radon-Praxisseminar (VB) nicht älter als aus dem Jahr 2017
    oder
    Nachweis einer mindestens 3jährigen Berufserfahrung zum Themenschwerpunkt Radon, 3 Fortbildungsnachweise (Fortbildungstage) aus den letzten 3 Jahren, Kurzbeschreibung von 3 Fallbeispielen  aus den letzten 3 Jahren

Voraussetzungen für die Nennung in der Liste der Radonfachpersonen auf den Internetseiten des VDB e. V.

  • Bestandene Prüfung mit Zertifikat Qualifikation zur Radonfachperson (VDB)
  • Bestandene Prüfung mit Zertifikat Weiterbildung zur Radonfachperson (LfU Bayern und Bauakademie Sachsen) - nur für VDB Mitglieder
  • Nachweis regelmäßiger Fortbildung mit min. 8 Vortrags- oder Unterrichtseinheiten a 45 Minuten pro Jahr zum Thema Radon
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